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Lösungen für den Kakaoanbau in Westafrika

Der Kakao wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Brasilien nach Westafrika eingeführt, in die Region, die heutzutage 70% allen Kakaos weltweit produziert. Der Kakao aus Westafrika ist wesentlich für die Kakaoindustrie, für mehrere Volkswirtschaften und für das Leben von Millionen von Kakaobauernfamilien. So macht beispielsweise die Kakaoproduktion der Elfenbeinküste 40% des weltweiten Kakaovolumens und 15% des ivorischen Bruttoinlandsproduktes aus und beschäftigt 35% der Haushalte.

Die Erträge westafrikanischer Farmen sind niedriger als in anderen Regionen und die Versorgung hängt von der Erschließung neuer Anbauflächen ab. Da die Verfügbarkeit von Anbauflächen begrenzt ist, muss der Kakao mit ertragreicheren und professionelleren Anbaumethoden auf einer kleineren Fläche angepflanzt werden. Die Nährstoffgehalte der Böden sind erschöpft und die Kakaobäume produzieren niedrige Erträge und sind weniger resistent gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Die Verteilung von Dünger und Pflanzen auf Kreditbasis, die Schulung der Bauern und eine Reform der Landbesitzrechte sind daher unerlässlich.

Der Kakaoanbau kann die Armut verringern. Dafür benötigen die kakaoanpflanzenden Gemeinden entsprechende Kenntnisse und Ressourcen. Der Kakaoanbau muss eine Lebensqualität garantieren, die auf die Bauern von morgen anziehend wirkt. Deshalb ist es so wichtig, Anstrengungen zu unternehmen, die folgendes zum Ziel haben: Verbesserungen im Bereich der Bildung, der Ernährung, der Arbeitsbedingungen, der Gesundheits- und Wasserversorgung sowie der Infrastruktur. Weiterhin gilt es, die Umweltressourcen, darunter die Biodiversität, die Fruchtbarkeit des Bodens und Waldbedeckung, zu bewahren.

Auf einen Blick

  • Die Initiative 'Mars Partnership for African Cocoa Communities of Tomorrow' (iMPACT) stellt eine einzigartige Zusammenarbeit von verschiedenen Entwicklungsorganisationen und Regierungen der Kakaoanbauländer dar. iMPACT strebt eine eigenständige soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Gemeinden an, die durch produktivere und ertragreichere Kakaofarmen gefördert und gewährleistet werden soll.
  • In den 90er Jahren hat Mars sowohl die verschiedenen Schwierigkeiten erkannt, mit denen sich die westafrikanischen Kleinbauern konfrontiert sahen, als auch die Faktoren, die die Nachhaltigkeit gefährdeten. Seit 1999 hat Mars mit der United States Agency for International Development (USAID) und anderen Institutionen der Kakao- und Schokoladenindustrie zusammengearbeitet, um das Sustainable Tree Crops Program (STCP) zu unterstützen.
  • Das STCP vereint Landwirtschaftsexperten mit dem Ziel, eine aussichtsreiche Zukunft für die nachhaltige Kakaoproduktion zu schaffen. Einen wichtigen Beitrag dafür leistet das Bildungsprogramm „Farmer Field School“, in dessen Rahmen die Bauern gezielt auf eine Verbesserung der Anbautechniken geschult werden. Viele Teilnehmer haben ihre Erträge und Einkünfte bereits um 20-50% steigern können.



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